Kurz vor dem Anpfiff wurden die EppLa-Mädels kalt erwischt: Stammtorhüterin Mireia musste krankheitsbedingt passen. Doch an Aufgeben war nicht zu denken – Feldspielerin Amalia erklärte sich kurzerhand bereit, zwischen die Pfosten zu rücken. Eine unerwartete Umstellung, zumal man nach dem enttäuschenden Hinspiel dieses Mal unbedingt punkten wollte.
Der Start verlief entsprechend holprig. Die Gäste erwischten den besseren Beginn und setzten sich schnell mit drei Treffern ab. Doch davon ließen sich die EppLa-Mädels nicht beeindrucken. Mit zunehmender Spielzeit fand die Mannschaft immer besser in die Partie. Die Abwehr arbeitete aggressiver, provozierte Ballverluste und im Angriff wurden die Chancen konsequent herausgespielt und genutzt. Nach der Hälfte der ersten Halbzeit war der Rückstand egalisiert – und bis zur Pause drehte EppLa das Spiel komplett. Mit einer verdienten 17:14-Führung ging es in die Kabinen.
Die zweite Halbzeit entwickelte sich dann zu einem echten Handballkrimi. Zwar konnte der zwischenzeitliche Vier-Tore-Vorsprung nicht verteidigt werden, doch die EppLa-Mädels blieben kämpferisch und hielten dagegen. Die Schlussphase hatte es in sich: Rund 90 Sekunden vor dem Ende gelang den Gästen der Ausgleich, 33 Sekunden vor der Sirene gingen sie sogar erstmals wieder in Führung (26:27).
Doch das letzte Wort war noch nicht gesprochen. Mit der Schlusssirene bekam EppLa einen Siebenmeter zugesprochen. Gwen übernahm die Verantwortung – und behielt die Nerven. Der Ball zappelte im Netz, der Ausgleich war perfekt und ein Punkt gerettet.
Trotz der bitteren Umstände und des späten Gegentreffers zeigte sich das Trainerteam zufrieden. Die Mannschaft präsentierte sich kämpferisch, geschlossen und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit dieser Leistung kann man selbstbewusst auf das nächste Spiel blicken: Am kommenden Samstag wartet mit dem TV Hattersheim die nächste Herausforderung.
Es spielen und trafen: Amalia (Tor), Anne (7), Gwen (5), Lisa, Lucia (3), Lynn, (3), Marlene, Sofia L. (6), Valerie (3)
